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Reisewelten: Mallorca für Kenner

Die Insel, die Sie noch nicht kennen, obwohl Sie dort waren

Am Torre del Verger bei Banyalbufar fällt die Tramuntana steil ins Meer, der Wind steht am alten Wachturm, und unten brechen die Wellen gegen die Felsen - nur eine knappe Autostunde von Palma entfernt.

Mallorca Wiederkehrer FAQ Radermacher Reisen

Häufige Fragen: Mallorca für Wiederkehrer

Welche Region Mallorcas kennen die wenigsten Wiederkehrer?

Die Tramuntana-Nordwestküste zwischen Banyalbufar und Estellencs ist eine der am wenigsten besuchten Küstenstrecken Mallorcas, obwohl sie weniger als eine Autostunde vom Flughafen Palma entfernt liegt. Die meisten Tramuntana-Besucher fahren die bekannte Route über Valldemossa, Deià und Sóller, die auf der östlichen Seite des Gebirges liegt. Die Nordwestküste mit ihrer senkrecht ins Meer fallenden Felswand, den historischen Weinbergterrassen und dem mittelalterlichen Torre del Verger bei Banyalbufar ist eine eigene Landschaft, die sich nicht von selbst zeigt. Wer dort morgens früh ohne andere Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs ist, erlebt einen Teil Mallorcas, den die meisten Kenner noch nicht kennen. Ebenso wenig bekannt: das Naturschutzgebiet um Colònia de Sant Pere im äußersten Südosten, das S'Albufera-Feuchtgebiet im Norden und die Weinrouten des Inselinneren.

April bis Anfang Juni und September bis Oktober sind die Monate, in denen Mallorca für Kenner am attraktivsten ist. In dieser Zeit sind die Straßen der Serra de Tramuntana morgens leer, Parkplätze an den Buchten noch verfügbar, die Bergdörfer ohne Besucherstrom. Das Meer ist im April für viele noch zu kühl, im Oktober aber wärmer als in vielen deutschen Hochsommern. Die Herbstzeit verbindet Badesaison mit freier Straße, ein Vorteil, den nur die kennen, die ihn gezielt gewählt haben. Februar ist die Nischensaison für die Mandelblüte im Süden und Inselinneren: weiße und hellrosa Blüten über den Ebenen, kaum Gäste, fast alle Häuser auf dem Land geschlossen, Palma umso ruhiger. Wer flexibel ist, wählt Oktober, die vollständigste Jahreszeit für alles, was Mallorca jenseits des Strands zu bieten hat.

Weniger als die meisten planen, mehr als die meisten denken, dass es geht. Eine Mallorca-Reise mit zwei Regionen, zum Beispiel drei Nächte in der Tramuntana und drei Nächte im Südosten, gibt beiden Gebieten genug Zeit und erzeugt trotzdem einen Kontrast, der die Verschiedenheit der Insel zeigt. Eine Reise, die fünf Regionen in zehn Tagen verbindet, erlebt fünf Ausschnitte und kein Ganzes. Die stärksten Rückmeldungen, die wir von unseren Gästen erhalten, kommen von Reisenden, die sich entschieden haben, weniger zu sehen, und mehr davon zu haben. Drei Tage in der Tramuntana ohne Tagesausflüge nach Palma sind eine andere Erfahrung als eine Woche mit täglicher Verschiebung. Für Erstbesucher gilt: Palma plus eine weitere Region. Für Wiederkehrer: eine Region neu, und ihr drei Tage.

Den Abend. Wer an der Küste übernachtet, hat das Meer direkt, aber nach dem Abendessen endet das Programm meist am Strand oder auf der Hotelterrasse. Wer im Inselinneren übernachtet, hat am Abend das Dorfleben der mallorquinischen Gemeinden um sich: die Bar auf dem Hauptplatz, die Gespräche, die Stille nach dem letzten Auto. Morgens gibt es den Bäcker, der seit sechs Uhr offen ist, und Landstraßen ohne Mietwagenkolonne. Das ist kein romantisches Konstrukt, sondern eine Frage des Rhythmus: Küste hat Wasser, Inselinneres hat Zeit. Wer beides will, kombiniert, zwei Nächte auf einer Finca im Migjorn oder der Region Raiguer, dann vier Nächte an der Küste. Wer nur eines will und es richtig tun möchte, entscheidet sich vorab und bleibt.

Der Norden, Alcúdia, Pollença, Can Picafort, hat die breite Bucht, flaches Wasser und ein Naturschutzgebiet, das ornithologisch zu den bedeutendsten des westlichen Mittelmeers gehört: das S'Albufera-Feuchtgebiet mit über 300 Vogelarten. Der Nordosten ist familienfreundlich, hat mehr Hotelangebot und einen anderen Touristenmix als der Südwesten. Der Südosten, Cala Mondragó, Santanyí, Porto Petro, Cala d'Or, ist kleiner, stiller und mallorquinischer. Die Buchten sind kleiner und schwerer zugänglich, was die Besucherkonzentration auf einem anderen Niveau hält. Der Südosten hat weniger Hotelangebot im oberen Segment, aber eine Authentizität, die im Norden selten geworden ist. Für Wiederkehrer, die den Norden bereits kennen, ist der Südosten die logische nächste Region.

Im Juli und August funktioniert Mallorca gut für Reisende, die früh aufstehen und strukturiert planen. Die Tramuntana-Straßen sind vor neun Uhr morgens noch fahrbar ohne Gegenverkehr. Buchten wie die Cala Mondragó füllen sich erst ab elf Uhr. Märkte enden um dreizehn Uhr, danach beginnt in den Dörfern die Mittagspause. Wer den Tag gegen sechs Uhr morgens beginnt und mittags pausiert, hat denselben Zugang zu den besten Stellen der Insel wie jemand, der im Oktober kommt, nur mit mehr Konkurrenz ab elf Uhr. Restaurants in den Dörfern sollte man abends vorab reservieren. Die Formentor-Halbinsel ist für Privatfahrzeuge von 15. Mai bis 18. Oktober täglich zwischen zehn und zweiundzwanzig Uhr gesperrt; die Busverbindung Linie 334 ab Alcúdia fährt täglich. Hochsaison auf Mallorca ist kein Qualitätsproblem, es ist ein Planungsproblem.

Weil Wiederkehrer die falsche Frage stellen. Die Frage "Welches Hotel war besonders?" führt zu einem Hotel-Vergleich. Die richtige Frage lautet: "Was soll diese Reise von allen vorangegangenen unterscheiden?" Wir beraten nicht nach Sternekategorie, sondern nach Absicht. Wer die Tramuntana noch nicht aus der Nordwestküste kennt, bekommt von uns eine konkrete Route, eine Unterkunft, die dort liegt, und eine Zeitplanung, die die Straßen früh morgens frei hält. Wer den Südosten noch nicht gemacht hat, bekommt ein Programm, das den Samstagsmarkt in Santanyí einschließt und die Cala Mondragó vor zehn Uhr morgens. Das ist keine Recherche, die man selbst erledigen kann, nicht weil sie unmöglich ist, sondern weil die Kombination aus Region, Haus und Zeitplanung das Ergebnis einer Beratung ist, die auf Erfahrung mit der Insel beruht.

Derselbe Fehler wie beim ersten Mal, nur mit mehr Überzeugung. Wer beim ersten Besuch in Palma und Sóller war, bucht beim zweiten Mal dasselbe Viertel, ein anderes Hotel, dieselben Tagesausflüge. Die Insel bleibt gleich, die Erwartung steigt, und die Reise enttäuscht leise. Der zweithäufigste Fehler ist die Kombination zu vieler Regionen in zu kurzer Zeit. Vier Nächte in fünf verschiedenen Häusern ergeben keine Reise, sondern eine Liste von Schlafplätzen. Der dritte Fehler ist die Unterschätzung der Schulterzeit: Mallorca ist für Wiederkehrer in der Hochsaison grundsätzlich schwieriger zu genießen als im April oder Oktober, nicht weil die Insel schlechter wird, sondern weil sie lauter wird, und weil Lautstärke dort stört, wo man Stille gesucht hat. Wer das weiß und trotzdem im August fährt, plant früh. Wer es nicht weiß, ist enttäuscht.

Wir kennen die Insel nicht nur als Buchungsdestination, sondern als Reiseziel für Reisende, die bereits wissen, was sie wollen, und deshalb präzisere Fragen stellen. Unsere Kunden sind häufig keine Erstbesucher. Sie kommen mit einer Erfahrung, die sie erweitern wollen, und einer Erwartung, die über das Pauschalangebot hinausgeht. Wir kennen die Häuser auf Mallorca aus eigener Beratungspraxis, wissen, welches Haus in Banyalbufar den richtigen Blick auf die Nordwestküste hat, welche Region in welchem Monat am ruhigsten ist und wie man eine Mallorca-Reise so baut, dass sie bei jedem weiteren Besuch reicher wird statt gleichförmiger. Das Ergebnis ist kein Reiseprogramm, sondern eine Entscheidungsgrundlage.

Sie planen Ihre nächste Mallorca-Reise?

Wir beraten Sie persönlich: welche Region Sie noch nicht kennen, welche Zeit die richtige ist und welches Haus zu Ihrer Art zu reisen passt.

Radermacher Reisen GmbH, Stuttgart
+49 711 214 787 54
info@radermacherreisen.de
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